Flucloxacillin GSB

Pulver zur Herstellung einer Injektions- / Infusionslösung.

Zur Behandlung von Infektionen, die durch Flucloxacillin-empfindliche Penicillinase-bildende Staphylokokken (Ausnahme: Methicillinresistenz) verursacht werden, wie bspw.:

  • Infektionen der Haut- und Weichteile, wie Abszesse, Furunkel, Karbunkel, Mastitis, Pyodermien, Paronychien, Panaritien, Phlegmone, Wundinfektionen, infizierte Verbrennungen, infizierte Ulcera, infizierte Ekzeme, Cellulitis, Schutz bei Hautplastiken
  • Stomatitiden, Gingivitiden
  • Infektionen der Knochen und Gelenke, wie Osteomyelitis, Arthritis
  • Sepsis und septischen Krankheitsbildern
  • Akuten und chronischen Infektionen der Atemwege wie infizierte Bronchiektasien, Mukoviszidose, Lungenabszesse, Empyeme, Pneumonie
  • Infektionen des Hals-Nasen-Rachenraumes: Otitis externa
  • Staphylokokken-Endokarditis
  • Staphylokokken-Gastroenteritis

Gegebenenfalls ist, je nach Schwere der Infektion und Keimsituation, die Kombination mit einem anderen bakteriziden Antibiotikum in Erwägung zu ziehen.

 

Antibiotikadosierungen für Erwachsene1 bei Infektionen mit S. aureus (MSSA) lt. Expertenmeinung.

Flucloxacillin
Applikationsarti.v.
Lt. Zulassung (gem. FI)23x 2g
Max. Dosierung lt. Expertenempfehlung3x 6g
Leberinsuffizienz (gem. FI)Keine Dosisreduktion1
NiereninsuffizienzGFR ≥30ml/min bis ≤50ml/min 3x 2-4g
GFR <30ml/min3x 1-3g
Chronische Hämodialyse3x 1g

1) basierend auf einem Körpergewicht von 70kg

2) Flucloxacillin GSB hat mit Mai 2015 die Zulassung für eine Tageshöchstdosis von 12g (3*4g täglich) erhalten.

Tabelle modifiziert nach: Consensus Statement, medical dialogue, April 2013 Seite 5, Univ.-Prof. Dr. Florian Thalhammer, Prim. Univ.-Doz. Dr. Petra Apfalter, OA Dr. Rainer Gattringer, OA Dr. Oskar Janata, Univ.-Prof. Dr. Robert Krause, OA Dr. Heimo Lagler, Dr. Ulla Porsche, OA Dr. Agnes Wechsler-Fördös, Univ.-Prof. Dr. Günter Weiss, Prim. Univ.-Doz. Dr. Christoph Wenisch, Dr. Judith Wenisch, Univ.-Prof. Dr. Stefan Winkler